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Glossar
Stopfvormessung: Was ist das eigentlich?
Warum Stopfmaschinen eine Vormessung brauchen, wie der Ablauf aussieht und welche Datenformate die Maschinensteuerung schluckt.
Kurzantwort
Stopfvormessung ist die präzise Aufnahme der Gleisgeometrie bevor eine Stopfmaschine anrückt. Das Ergebnis wird so aufbereitet, dass die Maschine die SOLL-Lage automatisch aus ihrer eigenen Steuerung heraus herstellen kann.
Warum nicht einfach „nach Gefühl” stopfen?
Stopfen ohne Vormessung ist ein Blindflug. Eine moderne Stopfmaschine kann die Gleislage nur so gut herstellen, wie die SOLL-Vorgabe präzise ist, die ihr einprogrammiert wurde. Ohne saubere Vormessung:
- Korrigiert die Maschine mögliche Fehler mit, und dann sind die „drin”
- Sind die Toleranzen nach RIL nicht zuverlässig einzuhalten
- Steigt das Risiko teurer Nacharbeit in der nächsten Sperrzeit
Der typische Ablauf
- Bestandsaufnahme der aktuellen Gleislage (Tachymetrie oder gleisgebundener Messwagen)
- Vergleich mit der SOLL-Trasse aus Entwurfsvermessung
- Korrekturwerte werden berechnet (Lage, Höhe, Überhöhung)
- Export in das Maschinensteuerungsformat (z. B. Plasser & Theurer PlasserGO)
- Übergabe an den Stopfmaschinen-Lokführer vor Schichtbeginn
Nach dem Stopfgang: Kontrollmessung
Ohne Kontrollmessung keine Abnahme. Die tatsächlich hergestellte Lage wird mit der SOLL-Vorgabe verglichen. So entsteht der Nachweis für den Bauherrn und die DB.